Themen

Hier finden Sie eine Übersicht von ausgewählten strafrechtlichen Schwerpunktthemen, die zum Tagesgeschäft der Kanzlei gehören.

Strafrechtliche Schwerpunkte

Nebenklage

Geschädigte einer Straftat oder Angehörige eines durch eine Straftat Getöteten haben die Möglichkeit, sich als Nebenkläger in dem Strafverfahren gegen den Täter anzuschließen.
Als Nebenkläger können Sie sich durch ein Rechtsanwalt, idealerweise durch einen Fachanwalt für Strafrecht, vertreten lassen. Die Vertretung durch einen auf die Nebenklage spezialisierten Rechtsanwalt ist dringend anzuraten. Die Kosten für die Nebenklage werden häufig durch die Landeskasse getragen.

 

Über den Fachanwalt für Strafrecht hat der Nebenklageberechtigte sodann die Möglichkeit, umfängliche Akteneinsicht zu nehmen, sich über den Sachstand des Strafverfahrens zu informieren, Beweisanträge zu stellen, Rechtsmittel einzulegen und so den Ausgang des Verfahrens maßgeblich mit zu beeinflussen. Die Nebenklage rückt somit das Opfer in den Mittelpunkt der Strafverfahrens und schafft so ein starkes Gegengewicht zu dem Täter und der Strafverteidigung.

 

 

Untersuchungshaft (U-Haft)

Die sogenannte Untersuchungshaft droht immer dann, wenn Gründe anzunehmen sind, dass man sich einem Strafverfahren entziehen oder dieses beeinflussen will. Die Staatsanwaltschaften und die Gerichte sehen häufig bereits dann eine Fluchtgefahr als gegeben an, wenn eine empfindliche Haftstrafe zu erwarten ist.

 

Die U-Haft droht vorrangig bei schweren Straftaten wie gefährlicher Körperverletzung, Totschlag, Mord, sexueller Nötigung, sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung, Raub etc.

Grundsätzlich dauert die Untersuchungshaft solange an (zeitlich unbegrenzt), wie der Haftgrund anzunehmen ist. Nicht selten wird die Untersuchungshaft bis zur Hauptverhandlung aufrechterhalten.

 

Der Betroffene kann aber auch vor der U-Haft bewahrt oder diese doch verkürzt werden. Der Haftbefehl kann außer Vollzug gesetzt oder ganz aufgehoben werden. Im Fall einer U-Haft muss daher möglichst schnell gehandelt werden. Je schneller man reagiert, desto schneller kann dem Betroffene Hilfestellung geleistet werden.

 

Wir stehen Ihnen für weitergehende Informationen gern zur Verfügung.

Straftaten im Straßenverkehr
Im Verkehrsstrafrecht muß der Strafverteidiger sowohl strafrechtliche als auch verkehrsrechtliche Besonderheiten kennen. Eine falsche Einlassung in der Strafverhandlung kann für den Mandanten zu gravierenden Nachteilen führen. Schon bei der Verteidigung im Strafverfahren muss der Strafverteidiger stets auch eventuelle verkehrsrechtliche Folgen , wie z.B eine MPU, einen Führerscheinentzug etc. im Blick haben. Nicht selten führen nämlich strafrechtlich ungeschickte Verteidigungen zu anschließenden Verwaltungsmaßnahmen z.B. die Anordnung einer MPU oder der Entzug des Führerscheines.

 

Sexualstraftaten
Sexualstraftaten sind Delikte, die einen besondern sensiblen Umgang mit Opfern, Tätern und Angehörigen notwendig machen. Insbesondere dann wenn Kinder und Jugendliche die Opfer sind.

Bei Sexualstraftaten wie z. B. sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder Misshandlung von Schutzbefohlenen stehen die Beschuldigten häufig unter einem enormen Druck. Zum einen wissen sie selbstverständlich nicht, welche Strafe sie erwartet, welche Maßnahmen ihnen drohen und wie es jetzt weiter gehen soll. Zum anderen ist der Vorwurf einer Sexualstraftat peinlich und gesellschaftlich geächtet.

In Sexualstraftaten wird mit einer deutlichen Verfolgungsintensität ermittelt. Den Beschuldigten drohen häufig mehrjährige Haftstrafen und die Anordnung der Untersuchungshaft. Rechtzeitige Kontaktaufnahme zu einem erfahrenen Strafverteidiger ist daher unerlässlich.

Gerade bei Sexualstraftaten ist es die Aufgabe des Strafverteidigers den Beschuldigten und gegebenenfalls seine Angehörigen umfassend und realistisch zu beraten. Der Beschuldigte muss von Anfang an wissen, wie realistisch und vernünftig Verteidigungschancen sich darstellen.

Wenn gegen Sie oder Ihren Angehörigen ein Strafverfahren wegen sexueller Nötigung, Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch bzw. anderen Sexualstraftaten droht beziehungsweise bereits eingeleitet worden ist nehmen Sie mit Kontakt auf. Wir sichern Ihnen absolute Diskretion und Verschwiegenheit zu.

 

Betäubungsmittelstrafrecht
Einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der Strafverfahren machen die Betäubungsmitteldelikte (Btm-Delikte) aus. Allein in Schleswig Holstein werden wegen des Besitzes, der Einfuhr, des Handeltreibens, des Anbaus oder des Konsums von Drogen im Straßenverkehr Hunderte von Verfahren jährlich eingeleitet.

 

Insbesondere bei den harten Drogen (Heroin, Kokain usw.) droht die Einleitung eines Strafverfahrens. Nicht selten steht im Zusammenhang mit Strafverfahren im Zusammenhang mit Drogen auch die Überprüfung der Fahreignung an. Gerade bei Verfahren, bei denen ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz im Mittelpunkt steht, muss der Strafverteidiger daher frühzeitig auch einen Blick auf die Auswirkungen des Strafverfahrens für die Fahrerlaubnis richten.

Häufig verschlechtern die Betroffenen ihre Situation in einem Ermittlungsverfahren, indem sie gegenüber der Polizei hinsichtlich der Anzahl und des Umfangs der Drogenkontakte unnötige Angaben machen.Daher ist zunächst einmal Schweigen angesagt.

 

Die rechtzeitige Rücksprache mit einem Strafverteidiger erspart einem so manchen Verfahrensfehler.

 

 

Jugendstrafrecht

Kinder unter 14 Jahren sind strafunmündig, d.h. ihr strafrechtliches Verhalten zieht keine Strafe nach sich.

 

Bei Jugendliche von 14 bis 18 Jahren sieht dass schon anders aus, diese sind zwingend nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) zu behandeln. Bei Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) ist zu prüfen, ob nach dem Reifegrad des Heranwachsenden das Jugendstrafrecht oder das Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung gelangen soll.

Als Strafen im Jugendstrafrecht sind die Verwarnung, die Erteilung von Weisungen, der Jugendarrest und die Jugendstrafe zu nennen. Man sollte dies nicht auf die leichte Schulter stehen. Nach dem Motto ein paar Arbeitsstunden reiße ich schon locker ab, sollte man sich keinesfalls leiten lassen. Auch als Jugendlicher und Heranwachsender kann man weggesperrt werden.

Falls Sie oder Ihr Kind Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren sind, sollten Sie sich schnellstmöglich mit uns in Verbindung setzen. Wir werden mit Ihnen dann umfänglich besprechen, was Ihnen oder Ihrem Kind droht und wie man die Folgen der Tat für Sie oder für Ihr Kind möglichst gering halten kann.

 

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